In der Natur findet man genügend Pflanzen, mit denen man chronische Leiden lindern, oftmals sogar gänzlich heilen kann. Wir haben Ihnen Sammelkalender zusammen gestellt, die Ihnen aufzeigen, welche Kräuter Sie in welchem Monat sammeln können.

Die Verwendung von Heilkräutern ist auf dem Vormarsch. Unsere Vorfahren bedienten sich dieses Wissens gegen allerlei Beschwerden.  Allerdings können auch Heilkräuter Nebenwirkungen haben, wie z. B. das Johanniskraut. Es verstärkt im Körper die Bildung bestimmter Enzyme. Diese P450-Cytochrome sind am Abbau von etwa der Hälfte aller Medikamente beteiligt. Werden die Enzyme vermehrt gebildet, so bauen sie die Medikamente mitunter so stark ab, dass die Wirkung ausbleibt. Betroffen sind unter anderem Immunsuppressiva Gerinnungshemmer, Protease-Inhibitoren und vermutlich auch die Anti-Baby-Pille. Auf die Wirkung von Antidepressiva dagegen hat Johanniskraut wahrscheinlich die genau entgegengesetzte Wirkung: Da das Pflanzenmittel ebenso wie Trizyklika oder SSRIs die Wiederaufnahme von Neurotransmittern hemmt, können sich diese Stoffe gegenseitig verstärken. Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass sich viele Heilpflanzen nicht zur Daueranwendung eignen. So schwächt der Sonnenhut z. B. das Immunsystem, wenn man es über längere Zeit einnimmt, oder Schafgarbentee, der den Blutdruck senkt und die Verdauung unterstützt, kann geringe Mengen giftiges Thujon enthalten. Er sollte deswegen nicht in starker Dosierung über einen längeren Zeitraum getrunken werden.

Das Sammeln von Kräutern sollte nur dann erfolgen, wenn man wirklich sicher ist, was man da so sammelt. Wer sich nicht auskennt, verwechselt möglicherweise ähnlich aussehende Kräuter oder verwendet die falschen Teile einer Pflanze. Und es gibt ja durchaus Heilpflanzen, die giftige "Doppelgänger" haben. Zudem können Kräuter am Rande gedüngter oder gespritzter Wiesen mit Schadstoffen belastet sein.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir hier keine Heil- oder Gesundheitsberatung durchführen. Es wird auf diesen Seiten lediglich darauf hingewiesen, welche Kräuter gegen welche Krankheiten helfen KÖNNEN. Bei einer Erkrankung sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen!
Wir weisen außerdem darauf hin, dass manche Kräuter giftig wirken können! Bevor Sie sich selbst mit Kräutern behandeln, sollten Sie unbedingt einen Arzt befragen, ob für Sie ein Risiko besteht, bzw. ob Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich sind!
Heilpflanzen-Sammelkalender